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111 Jahre Fußball in Striesen: 1925, ein besonderes Jahr

In diesem Jahr begeht die SG Dresden Striesen ihr 111. Jubiläum. Aus diesem Grund wollen wir in elf Monaten einen kurzen Abriss über die Geschichte des Vereins geben. Im dritten Teil das Jahr 1925.

Nach der ersten deutschen Meisterschaft 1924 konnte der fußballerische Erfolg im Folgejahr wiederhol t werden und am 27.06.1925 gelang die Titelverteidigung. Erneut war der Austragungsort des Endspiels die Ilgen-Kampfbahn mit 9.000 Zuschauern, welche eine vom Dresdner SV 1910 bestimmte Partie sahen. Mit einem stolzen 7:0 über den SV Stralau 10 (Berlin) gab es den zweiten Meistertitel.

1925 kam es auch zum berühmten „Charkow-Spiel“. Am 22.08.1925 wollte man ein Freundschaftsspiel gegen die Stadtauswahl aus dem sowjetischen Charkow bestreiten. Dies war aber weder politisch noch vom ATSB gern gesehen. Trotzdem hielt man am Plan fest und unternahm alles, um dieses Spiel durchführen zu können. So hatte die Mannschaft aus Charkow eine abenteuerliche Anreise. Da eine direkte Anreise nicht möglich war, wählte man den Weg über Litauen. In Dresden angekommen wurde allen Teilnehmern ein abwechslungsreiches Programm dargeboten und beim Abschlussbankett vor dem Spiel erfolgte die Übergabe der sogenannten „Russland-Fahne“ als Gastgeschenk. Das Spiel fand schließlich vor der stolzen Kulisse von 18.000 Zuschauern stat, welche für den erschwinglichen Eintrittspreis von 80 Pfennigen ins Stadion kamen. In einem begeisternden Spiel gewannen die Sportfreunde des Dresdner SV mit 3:1.

Ein weiteres Highlight des Jahres war die Errichtung des Stadion Dresden-Ost. Auf Grund eines immensen Mitgliederzuwachses wurde die bisherige Heimstätte, die „Sandwüste“ indiskutabel. Um den Verein weiterzuentwickeln, entstand in knapp 6.000 Arbeitsstunden zunächst ein B-Platz. 1924 erfolgte dann der Spatenstich zum Bau des „Stadion Dresden-Ost“. In kompletter Eigenleistung errichteten die Mitglieder des Dresdner SV 1910 in 72.000 Arbeitsstunden die Sportanlage. Jeder Sportfreund hatte sich dabei zu einer Arbeitsleistung von mindestens fünf Arbeitsstunden verpflichtet. Am 12.07.1925 folgte schließlich die feierliche Einweihung.
Sportliche Highlights waren neben dem Charkow-Spiel sowie zwei Länderspiele gegen Österreich und Russland. Während der Jahre in der DDR wurde die Sportanlage in „Stadion der Deutsch-Sowjetischen-Freundschaft“ umbenannt.